Möbelbau die 5te (Zwischenwand Heckgarage)

Um die Heckgarage vom Innenraum zu trennen wird eine Wand benötigt.

Diese Wand ist nicht so trivial wie sieh aussieht. Sie trennt zum einen den Innenraum von der Heckgarage und sie übernimmt auch die Auflagerkräfte von der Spüle (in Zukunft), Kocher (in Zukunft) und die des Bettes (auch in Zukunft) auf, zudem stützt sie das Endstück auf der Seite mit dem Kühlschrank (siehe 3D-Plan).

Um nicht den Vorteil zu verlieren, schnell mal nach hinten greifen zu können und eine Flasche Wasser aus der Heckgarage zu ziehen (oder was auch immer), wird hier eine Klappe eingebaut.

Angezeichnet habe ich sie schon wie auf dem Foto zu sehen.

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Unten und Oben angezeichnet, jetzt nur noch ausschneiden.

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Auch für die Zwischenwand muss ein Ausschnitt für den Radkasten gemacht werden.

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Die Wand biegt sich durch und bietet dem Bett was oben drauf soll keine Fläche zum aufliegen.

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Damit die Zwischenwand auch die Auflagerkraft des Bettes aufnehemen kann – muss hier eine größere Fläche geschaffen werden. Zudem wird die sonst so labberige 9 mm Multiplexwand sehr stabil, durch das anleimen einer Leiste. Also fräse ich schnell mit dem Lamellofräser ein paar Nuten ein und verleimen dann alles. Wie unten auf dem Foto zu sehen.

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Natürlich habe ich per Lamellofräser auch Nuten auf dem Boden und in die Wand (Kühlschrankseite) gemacht. Somit stützt sich alles untereinander ab.

Ganz unten im Bild kan man den Frischluftkanal für die Truma sehen.

Ende.

 

 

 

 

Decke im Wohnmobil/Bulli bauen

Zum Ausbau in einem Wohnmobil/Bulli stellen sich einige Fragen – wie zum Beispiel soll die Decke aussehen? Aus welchem Material soll sie sein? Was muss eine Decke aushalten? Welche Belastungen, Abrieb, Feuchtigkeit?

Die Decke in einem Bulli ist zwar die am wenigsten Belastete Stelle mit Kratzern und Abrieb. Dafür stellen sich andere Herausforderungen, wie zum Beispiel die aufsteigende Feuchtigkeit vom Atem, Kochen und Duschen. Außerdem soll es ja einen schönen Übergang zur Bulliwand geben.

Als erstes benötigt jedoch etwas wo man die Decke fest schrauben kann. Wenn man nicht mit Schrauben in das Metall schrauben möchte braucht man eine Lösung. Bei mir sieht es so aus, das die Unterkonstruktion aus Dachlatten ist und diese mit dem Kleber „Fix All“ von „Soudal“ geklebt sind. Der Kleber hält entsprechende Hitze von der Sonne von oben und die Zugkräfte (Schwerkraft) locker aus.

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Die Unterlattung für die Decke ist an die Holme geklebt. Vorher wurde die Isolierung angebracht (siehe Isolierung anbringen).

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Damit hinterher alles sehr gut passt habe ich – bevor ich die guten Platten unter die Decke geschraubt und geschnitten habe – habe ich mit einer Verpackungsplatte (3 mm MDF) die Kontur des Bullidachs nachgeschnitten.

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Jetzt habe ich auf 3 mm MDF einen Schichtstoff mit Weissleim geklebt und mit der Unterdruckpresse verpresst.  Ich habe mich für Schichtstoff entschieden der eine Edelstahloberfläche hat. Diese Oberfläche ist wirklich Edelstahl aber nur ganz dünn. Der Schichtstoff selbst hat eine Dicke von 1 mm – 1,5 mm.

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Nach dem Pressen sehen die Platten dann so aus.

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Jetzt wird nach und nach die Decke aus Verpackungsplatten abgenommen und die „richtigen“ werden angepasst und dann mit dem Untergestell im Bulli verschraubt.

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Damit hinterer zwischen den einzelnen Platten keine Lücke bleibt oder es keine Verschiebungen, Wellen oder ähnliches gibt, habe ich hier mit H-Kunststoffprofilen gearbeitet. Bestellen kann man diese Profile allerdings nur in Weiß. Kurz anschleifen und Lackieren und schon sind sie Schwarz. Passend zu dem Design des Bullis.

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Hier sieht man wie die Verpackungsplatten, langsam der Edelstahldecke weicht.

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Verpackungsplatten runter nehmen. Jetzt noch die Edelstahlplatte drunter schrauben. Ich habe Sichtschrauben genommen mit einer schönen Rosette. Durch das mehrmalige anpassen der Decke an den Seiten mit den Verpackungsplatten, gibt es fast keinen Sichtbaren Übergang zwischen Wand und Dach. Zusätzlich lockert der Teppich/Filz an dem Übergang zur Decke das ganze auf.

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Fertig mit der Decke!

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Ende.