Eco-Tuning, Innenbeleuchtung vom VW Crafter auf LED umbauen

Habt Ihr auch schon mal die Innenbeleuchtung im PKW oder Wohnmobil/Bulli angelassen und morgens sprang er nicht mehr an?

Klar hat bestimmt jeder.

Installiert ist:

Glühbirne C5W, 10 W, 12 V,

Es gibt ja heute tolle LED – Leuchtmittel, die nur noch ein Bruchteil der Energie verbrauchen. Ich habe Sie mir im VW Crafter eingebaut.

Folgende LED habe ich bestellt:

OSRAM LED Premium Retrofit SV8.5-8 41mm, LED-C5W, Innenbeleuchtung, 6499WW-01B, Warm White, 12V PKW, Einzelblister (1 Stück), mit 0,5 W,

Ein und Ausbau ging ziemlich flott. Mit einem großen Schraubenzieher unter das halbdurchsichtige Kunststoff und aushebeln.

Der Vergleich:

 

Die Helligkeit enttäuscht ein wenig – da ich im Fahrerhaus mehr Licht haben wollte. Zum Glück geht die Lichtleistung nun nicht mehr so auf die Starterbatterie.

Ende.

VW Crafter Sicherungen und Belegungsplan

VW Crafter Bj. 2010, CECB, 120 kW:

Bei Mercedes-Benz kann man die Belegung der Sicherungen online downloaden. Bei VW heißt es, nach dem ich angerufen hatte – nein aufgrund von Sicherheitsbedenken geht das nicht. Okay dann dachte ich mir, hier ist die Fotographie von meiner Sicherungsbelegung.

Ich brauchte den Sicherungsplan um heraus zu finden warum das ESP leuchtet.

 

Ende.

 

Warnleuchte ein: ESP und BAS, VW Crafter, Bj. 2010

Plötzlich leuchteten zwei Kontrollleuchten auf – während der Fahrt.

Fahrzeugdaten: VW Crafter, CECB, 120 kW, Bj. 2010,

Wie lange leuchten die schon auf? Ist das schlimm? Erst einmal das Betriebshandbuch heraus holen und Nachschauen. Weiterfahren geht – allerdings ohne ESP, BAS, ASR.

Kontrolleuchte ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) und BAS (Bremsassistent, aber es ist auch das Symbol für ASR Antischlupfregelung):

Nachdem man die Zündung an und wieder ausgeschaltet hat – war der Fehler wieder weg. Nach kurzer Fahrt kam er wieder oder halt auch nicht – dann blieb er weg.

Nach ca. 2 Wochen kam der Fehler immer häufiger.

Jetzt habe ich mit VCDS den Fehlerspeicher ausgelesen – was das für ein Fehler ist.

Erst einmal gelöscht. Dann ging es wieder kam aber immer wieder.

Nun beginnt die suche in Foren. Von Bremslampe defekt bis hin zu Bremskraftverstärker defekt und Bremslichtschalter über Massekabel hat kein Kontakt zur Karosse und Kabelbruch.

Also alles oder nichts.

Das Programm sagt ja eindeutig Leitung zum Bremspedalschalter. Uff, das wäre ja etwas wenn es die Leitungen wären. Alles wieder raus bauen. Fehlersuche – neues Kabel ziehen – usw.

Erst einmal den Bremslichtschalter wechseln. Bestellen bei Auspuff.com die haben alles leider sind die Versandkosten sehr hoch. Trotzdem günstiger als bei der Werkstatt – außerdem möchte ich es ja selber machen.

Da ist er der neue.

Den alten ausbauen. Er sitzt hinter dem Bremspedal. Ein Schlangenmensch hat kein Problem dort hin zu kommen: Ich habe es auch geschafft, mit dem Rücken auf den Boden des Fahrgastraumes legen und dann die Verriegelung lösen:

  • Mit dem Schraubenzieher den oberen Nippel eindrücken dort ist eine Aussparung im Metall dort sitzt die Verriegelung
  • Dann den ganzen Schalter drehen, gegen den Uhrzeigersinn, es ist ein Bajonett Verschluss
  • In Richtung Motor heraus ziehen
  • Ausbauzeit ca. 2 min beim ersten mal

Zu sehen ist der alte Bremslichtschalter im eingebauten Zustand.

Zum Glück war es das! Alle Fehler sind weg.

Ende.

 

Sand in der Schiebetürleiste und knirschen beim öffnen der Schiebetür

Diese nötige Verbesserung ergibt sich aus meiner gemachten Erfahrung im Ersten Urlaub mit dem Bulli.

Die Situation stellt sich so dar, dass sich Sand unter der Trittstufe bei der Schiebetür sammelt. Damit macht es die Schiebetür schlecht schiebbar und es erfolgt ein kratzendes Geräusch.

Im Foto unten, ist der Bereich bereits ausgesaugt und gereinigt.

Ich hatte die Idee einen Türbesen oder eine Türbodendichtung dem Zweck zu entfremden. Die Türbodendichtung habe ich auf das erforderliche Maß gekürzt und dann angeschraubt.

Ich habe in das mit Glasfaserverstärkte Kunststoff (Trittstufe) geschraubt, natürlich habe ich mit einem kleinen Bohrer vorgebohrt.

Hier kann man die Türbodendichtung nochmal angeschraubt sehen. Diese hält mit den Schrauben super. Die Schrauben sind aus Edelstahl damit nichts Rosten kann.

Die untere Halterung der Schiebetür, läuft zwischen der Trittstufe und dem Bodenblech. Die Türbodendichtung gibt an der Stelle nach wo diese Dichtung läuft. Daher brauchte ich eine flexible Variante.

Ende.

 

 

VW Crafter, Reduktionsmitteltank unplausibeles Signal

An dem VW Crafter Bj. 2010 mit dem Motorkennbuchstaben CECB (HSN 0603 u. TSN AJN) leuchtet die Motorkontrollleuchte (MIL Malfunction Indicator Light ).

Die MIL leuchtete während der Fahrt. Das Bild zeigt den Tachometer des Crafters im Stand, mit Motor aus. Allerdings mit leuchtender MIL.

Anmerkung: Die MIL leuchtet immer wenn der Motor noch nicht gestartet ist – aber ich wollte die MIL mal auf einem Bild zeigen.

20160809_170905[1]

Um heraus zu finden was an dem Bulli für eine Fehlermeldung angezeigt wird habe ich mir VCDS® gekauft. Mit diesem Programm kann man den Fehlerspeicher aller Modell im Volkswagenkonzern (VW, Audi, Skoda, Seat, Bentley) auslesen, zurücksetzten und eventuell auch neu anlernen. Es spricht auch alle Steuergeräte an – im Gegensatz zu günstigen Varianten und man kann den Fehlerspeicher auch löschen!

Ich hatte eine günstigere Variante und ich war überhaupt nicht zufrieden damit.

VCDS® erfüllt alle Wünsche wenn man an seinem Fahrzeug etwas selber machen möchte.

Mit dem Programm muss man erst einmal lernen umzugehen, ist das geschafft – ist es Kinderleicht sich den Fehler anzeigen zu lassen, da der Fehlercode in Fehlertexten ausgegeben wird. Auch das Forum ist klasse und es wird einem sehr gut geholfen.

Ich hatte folgende Fehlermeldung am VW Crafter CECB:

008283 – Geber für Tanktemperatur Reduktionsmittel
P205B – 000 – unplausibles Signal
Umgebungsbedingungen:
Fehlerstatus: 01100000
Fehlerpriorität: 2
Fehlerhäufigkeit: 1
Verlernzähler: 255
Zeitangabe: 0

Umgebungsbedingungen:
Drehzahl: 714 /min
Spannung: 12.54 V
Last: 80.4 %
Temperatur: 20.7°C
Temperatur: 77.4°C
Temperatur: 20.7°C
Temperatur: 18.0°C

Sprich ein Geber bezeichnet im Automobilslang ein Temperatursensor. Dieser Sensor gibt ein Signal von 77,4 °C aus. Logisch das es unplausibel ist.

Ich habe den Fehler erst mal gelöscht und freute mich – denn er kam nicht wieder. Schön wenn es so geblieben wäre. Doch nach ein paar mal starten des Fahrzeugs leuchtete die MIL wieder. Löschen brachte zwar kurzfristig etwas aber der Fehler kam immer wieder.

Wenn man zu VW geht möchte VW erst einmal den ganzen Tank samt Heizung tauschen. Der Tank mit allem Teilen, kostet ohne einbauen 1200 €.

Forscht man weiter kann man einen Reparatursatz mit der Teilenummer 2E0198970A finden. Dieser kostet auch bei VW (stand 08.2016) 230 €. Jedenfalls ist das meine Recherche im Internet dazu. Was VW hier für einen Preis aufruft ist mir dann auch egal gewesen – für 230 € kann ich lange schrauben und probieren.

Im Forum von VCDS® wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es einige Infos über das Abgasreinigungssystem (Adblue) gibt.

  • „Infos zu Funktionsweise und Aufbau des SCR Systems findest Du im SSP 424″

Bevor man den Adblue-Tank unter dem VW Crafter wegbaut sollte man unbedingt den Temperatursensor durchmessen, damit man sicher ist, das es wirklich der Temperaturgeber ist. Aus der SSP 424 lassen sich einige Informationen ziehen:

  • der Geber ist ein Negative Temperature Coefficient = NTC
  • bei 25°C beträgt der Widerstand ca. 10kOhm
  • der „Temperaturgeber für Reduktionsmittel G685“ ist zusammen mit dem „Reduktionsmittelvorrat Geber G697“ verschweißt, das heißt es ist in einem Teil

Weiterhin wurde mir der Tipp gegeben, welche Farben in dem Stecker zu messen sind:

  • schwarzen 9-fach Stecker Am Unterboden rechts
  • die Farben gr/ws und ws/br

20160716_210805

Der Widerstand lag bei 0,83 Ohm, also ist der Temperaturgeber kaputt.

Nachdem das klar war bekam ich noch den Tipp:

  • NTC 10K 1,0 :: NTC Thermistor, 10 KOhm, 1 %
    NTC Thermistor, 10 KOhm, 1 % MEASUREMENT SPECIALTIES GAG10K3435A1
    Artikel-Nr.: NTC 10K 1,0
    1,30 €

Das heißt, dass die Reparatur nur 1,30 € kosten könnte. Das ist doch einmal ein Angebot.

Am besten lässt es sich arbeiten, wenn der Wagen aufgebockt ist.

20160716_180231

Die Rampen können im Paar zusammen 3 Tonnen tragen. Das sollte auch für diesen Bulli reichen.

20160716_180924

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Am besten lässt man das Adblue ab. Nur wohin mit 31 Liter Adblue? Ich habe es in alten Scheibenwasserbehältern aufgefangen und einem metallenen Reservekanister.

20160716_181245

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Da sich der Adbluetank unter dem Fahrzeug befindet hatte ich sehr verrostete Schrauben. An einer Schraube habe ich 2 Std. herumgewirkt damit sie sich endlich löste. Hier die Ansicht nach dem lösen aller Schrauben und gesteckten Schlauchverbindungen.

20160716_210943

Als erstes muss das Fördermodul mit 3 Schrauben gelöst werden.

20160716_210948

20160716_212542

Die Stellung des Schraubverschluss, der oben zu sehen ist habe ich markiert, damit ich ihn wieder an der selben Stelle zu schrauben kann. Nun wurde der Schraubverschluss entfernt.

20160716_214821

Um nichts kaputt zu machen, habe ich erst mal vorsichtig rein geschaut. Die Schläuche stehen schon sehr unter Spannung – das heißt, man kann den Deckel der Heizung nicht so einfach herunter nehmen.

Die Schläuche unter dem Heizungsdeckel sind mit einer Klemme fest geschraubt. Wenn man diese löst kommt man gut an alles dran.

20160716_214839

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Jetzt kann man die Heizung aus dem Tank heraus nehmen. Am besten man achtet darauf wie das Gummi um die Heizung montiert worden ist, damit man es am Schluss wieder so zusammen bauen kann. Die verschiedenen Geber zusammengeschweißt in einem Teil sind mit einem Kunststoffklips fest gemacht – die Heizung muss also auch zur Demontage ausgebaut werden.

20160716_215925

Jetzt bleibe immer noch das Problem das der der „Temperaturgeber für Reduktionsmittel G685“ zusammen mit dem „Reduktionsmittelvorrat Geber G697“ verschweißt in einem Teil ist. In kurz:

  • Temperatursensor und Füllstandssensor sind in einem Teil aus Glasfaserkunststoff vergossen.

Da der Reparatursatz von VW die komplette Heizung mit Heizmodul, mit allen Sensoren und allem inkl. hat ist es ein Versuch wert den Temperatursensor irgendwie dort zu ersetzten.

Ersatz hatte ich schon besorgt.

  • NTC 10K 1,0 :: NTC Thermistor, 10 KOhm, 1 %
    NTC Thermistor, 10 KOhm, 1 % MEASUREMENT SPECIALTIES GAG10K3435A1
    Artikel-Nr.: NTC 10K 1,0
    1,30 €

Zur Reparatur werden benötig:

  • Lötkolben
  • Lötzinn
  • Bohrer
  • Bohrmaschine
  • PU-Montageschaum
  • Dekaseal 8936

Es wird hier eine Dauerbelastung an das Material gestellt, denn Adblue ist nicht anderes als verdünntes Ammoniak. Daher sollte man Wissen welche Materialien diese Belastung aushalten.

Freigegebene Kunststoffe für die Dauerverwendung sind laut www.kunststoffe-international.com im Datenblatt „Material für saubere Dieselmotoren“ „Technische Kunststoffe“ von DR. WOLFGANG SAUERER und DR. TILMAN REINER.

Zitat:

„…Dazu gehören Polyethylen, Polypropylen, Polyisobutylen, Perfluoralkoxy (PFA), Polyfluorethylen, Polyvinylidenfluorid, Polytetrafluorethylen sowie Copolymere von Vinylidenfluorid und Hexafluorpropylen…“

Zitat Ende.

Da Dekaseal 8936 ein Polyisobutylen laut technischem Datenblatt ist, wird das auch auf Dauer halten.

Kurz um, der Temperatursensor wird einfach ausgebohrt. Die Kupferadern für den Temperaturgeber werden mit einem Cuttermesser oder einem Bohrer freigelegt. Zu sehen ist der Temperaturgeber als vergossene Einheit mit dem Füllstandsgeber.

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Hier sind die Leitungen des Temperaturgebers frei gelegt worden.

20160716_230618

Unter den freigelegten Kupferadern des Temperaturgebers wird ein Loch gebohrt. Und der neue NTC 10K 1,0 :: NTC Thermistor, 10 KOhm, 1 % eingelötet.

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Die Drähte des NTC 10K 1,0 :: NTC Thermistor, 10 KOhm, 1 % kürzen und mit PU – Schaum zur Fixierung sehr dünn von beiden Seiten einschmieren.

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Dekaseal 8936 als Dichtmittel und Sperrschicht auf den Temperaturgeber und den trockenen PU-Schaum auftragen.

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Auseinandergebaute Teile jetzt wieder zusammen bauen.

Zuletzt das abgelassene Adblue in den Adbluetank einfüllen. Ich habe das Adblue durch einen sehr langen Schlauch angesaugt und so per Unterdruck und Schwerkraft sich selbst aus dem Tank saugen lassen.

!!!Achtung nur bei extrem langen Schläuchen (ich hatte 5 m) Sinnvoll – da ein Verschlucken von Adblue (Ammoniak) tödlich enden kann!!!

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Die Reparatur hat mich ca. 8 Std. gekostet. Sollte ich es nochmal machen wäre ich in 3 – 4 Std. fertig damit. Außerdem hat mich die verrostete Schraube 2 Std. aufgehalten. Die Kosten betrugen:

  • 1,30 € für den Temperatursensor
  • 5 € für den Versand des Temperatursensors von Reichelt
  • 12,99 € Dekaseal 8936 (hatte ich aber noch da)
  • 4,99 € Würth Konstruktionskleber (hatte ich auch da)
  • insgesamt macht das:
    • 24,28 € und ein paar Stunden Arbeit

Ich würde es wieder tun, da man auch viel lernt und wer Freude am basteln hat – dort lohnt es sich auf jeden Fall.

Viel Spaß beim basteln und nachbauen.

Ende.