Decke im Wohnmobil/Bulli bauen

Zum Ausbau in einem Wohnmobil/Bulli stellen sich einige Fragen – wie zum Beispiel soll die Decke aussehen? Aus welchem Material soll sie sein? Was muss eine Decke aushalten? Welche Belastungen, Abrieb, Feuchtigkeit?

Die Decke in einem Bulli ist zwar die am wenigsten Belastete Stelle mit Kratzern und Abrieb. Dafür stellen sich andere Herausforderungen, wie zum Beispiel die aufsteigende Feuchtigkeit vom Atem, Kochen und Duschen. Außerdem soll es ja einen schönen Übergang zur Bulliwand geben.

Als erstes benötigt jedoch etwas wo man die Decke fest schrauben kann. Wenn man nicht mit Schrauben in das Metall schrauben möchte braucht man eine Lösung. Bei mir sieht es so aus, das die Unterkonstruktion aus Dachlatten ist und diese mit dem Kleber „Fix All“ von „Soudal“ geklebt sind. Der Kleber hält entsprechende Hitze von der Sonne von oben und die Zugkräfte (Schwerkraft) locker aus.

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Die Unterlattung für die Decke ist an die Holme geklebt. Vorher wurde die Isolierung angebracht (siehe Isolierung anbringen).

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Damit hinterher alles sehr gut passt habe ich – bevor ich die guten Platten unter die Decke geschraubt und geschnitten habe – habe ich mit einer Verpackungsplatte (3 mm MDF) die Kontur des Bullidachs nachgeschnitten.

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Jetzt habe ich auf 3 mm MDF einen Schichtstoff mit Weissleim geklebt und mit der Unterdruckpresse verpresst.  Ich habe mich für Schichtstoff entschieden der eine Edelstahloberfläche hat. Diese Oberfläche ist wirklich Edelstahl aber nur ganz dünn. Der Schichtstoff selbst hat eine Dicke von 1 mm – 1,5 mm.

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Nach dem Pressen sehen die Platten dann so aus.

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Jetzt wird nach und nach die Decke aus Verpackungsplatten abgenommen und die „richtigen“ werden angepasst und dann mit dem Untergestell im Bulli verschraubt.

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Damit hinterer zwischen den einzelnen Platten keine Lücke bleibt oder es keine Verschiebungen, Wellen oder ähnliches gibt, habe ich hier mit H-Kunststoffprofilen gearbeitet. Bestellen kann man diese Profile allerdings nur in Weiß. Kurz anschleifen und Lackieren und schon sind sie Schwarz. Passend zu dem Design des Bullis.

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Hier sieht man wie die Verpackungsplatten, langsam der Edelstahldecke weicht.

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Verpackungsplatten runter nehmen. Jetzt noch die Edelstahlplatte drunter schrauben. Ich habe Sichtschrauben genommen mit einer schönen Rosette. Durch das mehrmalige anpassen der Decke an den Seiten mit den Verpackungsplatten, gibt es fast keinen Sichtbaren Übergang zwischen Wand und Dach. Zusätzlich lockert der Teppich/Filz an dem Übergang zur Decke das ganze auf.

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Fertig mit der Decke!

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Ende.

 

Fenster Fahrerseite Montiert (links)

Auf der linken Seite habe ich ein Klappfenster montiert – da hier keine Schiebetür ist.

Ich musste beachten, dass das Fenster nicht in die Nähe vom Abgaskamin kommt (siehe Abgasstuzten Trumaheizung ).

Ansonsten war das Vorgehen wie immer:

  • Anzeichnen
  • der „Beulen“ Trick zur Orientierung
  • Löcher bohren
  • mit Kreppband abkleben
  • Aussägen mit Stichsäge (entsprechendes Sägeblatt)
  • Rostschutzfarbe auftragen
  • Krebband abziehen
  • dauerelastisches Material auf Metall und Bauteil auftragen

Zu den Bildern:

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Die Pappe habe ich dort festgeklebt, damit die Späne nicht in die Holme rieseln können.

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Rahmen bauen, Isolieren.

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Hier kann man die zwei Hälften von dem Seitz S4 sehen. Schwarz ist Aussen, Hell ist Innen. Leider gibt es keine anderen Farben.

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Hier kann man das Dauerelastische Material erkennen das ich aufgetragen habe. Wenn es frisch ist klebt es wunderbar, sobald es abgetrocknet ist, klebt es nicht mehr gut.

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Das Fenster auf der Fahrerseite von innen. Man kann den Abgaskamin sehen.

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Von Aussen.

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Da es das zweite Fenster war, daß ich verbaut habe, ist es wesentlich schneller gegangen, trotzdem ist es es ein Riesenaufwand gewesen.

Fenster auf Beifahrerseite montieren (rechts)

Das Montieren der Fentster ist schon sehr aufwändig – vor allem wenn man es noch nicht gemacht hat. Ich habe einen Arbeitsaufwand von ca. 8 Std. geschätzt und habe damit richtig gelegen.

Anzeichnen des Fensters (mit dem „Beulentrick“), danach mit Kreppband bekleben und in den Ecken ein Loch mit dem Durchmesser 12 mm bohren.

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Ausschneiden. Vorarbeiten sind ja schon gelaufen siehe Streben entfernen

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Ja jetzt kommt die große Frage bei allen Einbauern von Bulli umbauten.

Rahmen oder kein Rahmen?

Wofür einen Rahmen?

Schiebefenster linke Seite oder Rechte Seite bei Schiebefenstern?

Also ein Seitz S4 Schiebefenster hat keine rechte -oder linke Seite – man kann es beidseitig benutzen. Ganz wichtig ist nur das das bewegliche Teil (Schiebefenster) in Fahrtrichtung eingebaut wird.

Wie man sehen kann habe ich mich für einen Rahmen entschieden. Nochmal würde ich KEINEN Rahmen bauen. Der Rahmen kann bei einer Wandstärke von 26 mm ohne zusätzlichen Rahmen auskommen. Denn für die Wandstärke ist das Fenster konzipiert. Wandstärken drunter und drüber sind möglich.

Warum würde ich keinen Rahmen montiert?

  • Aufwändig
  • Unnötig bei Wandstärke 26 mm!!!
  • Holzleisten verziehen sich (Holz arbeitet) – Blech verzieht sich – Beulen/Dellen (ist bei mir der Fall – ich bin pinelig was das angeht)
  • Aussenrahmen und Innenrahmen ziehen sich mit den Schrauben gegeneinander und so kann das Fenster von Aussen nicht mehr demontiert werden, da die Schrauben vom Innenrahmen in den Aussenrahmen geschraubt werden (das zur funktionsweise)

Warum habe ich einen Rahmen montiert?

  • Bei mir sind es 1,5 mm Blech + 19 mm Isolierung + 3 mm Sperrholz also zu dünn = das heißt das Fenster sitzt locker im Ausschnitt!
  • Da ich eine Wölbung im Blech habe und somit das Fenster oben und unten sonst zu viel Luft haben würde. Der Rahmen soll die Wölbung begradigen.
  • Ich wollte damit das Blech stabilisieren – hat aber nicht so geholfen. Lieber die Antidröhn streben versetzten!

Den Rahmen habe ich mit FixAll am Blech fixiert. Danach mit Aeroflex 19 mm Isoliert und dann mit einer 5 mm Sperholzplatte verkleidet.

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Wie man sieht habe ich den Rahmen ausgeklinkt. War garnicht nötig und sieht blöd aus. Also nochmal.

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So sieht es besser aus. Später kommt noch Filzfussboden drauf.

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So Fenster ist drinnen!

Auf der anderen Seite des Bullis gibt es mehr Zwischenschritte.