Wartungsfreie Starterbatterie gewartet

Ja auch wartungsfreie Blei-Säure Akkumulator (Batterie) müssen/sollten gewartet werden.

Im speziellen Fall gab meine Standheizung keinen Mucks mehr von sich. Batterie zu schwach – erkannte ich nachdem ich die Standheizung einmal runter geschraubt hatte. 🙁 Also gab es die Möglichkeit eine neue Batterie zu kaufen oder der alten einen Verjüngungskur zu schenken.

Benötigt:

  • Gepulstets Batterieladegerät (Ladegerät schickt Spannungspitzen in die Batterie – so können sich die Sulfatkristalle zurückbilden(bitte im Web schlau machen wen es interessiert)).
  • Destiliertes Wasser
  • 1 Euro Stück oder 50 Cent
  • Schutzbrille
  • Ruhige Hand

Erst mal die Batterie finden. Sie ist beim VW Crafter unter dem Fahrerstizt.

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Batterie ABKLEMMEN!

Schutzbrille aufsetzten.

Dann mit dem Fingernagel die Folie durchtrennen und mit dem 1 Eurostück die Verschüsse öffnen. Destilliertes Wasser in alle sechs Zellen einfüllen bis der unter Rand von der Verschlüssen erreicht ist. Ruhig halten und mit bedacht Einfüllen die Säure ätzt Klamotten und mehr weg!

Achtung lieber zu wenig als zu viel nachfüllen – falls überhaupt nötig. Wenn Ihr zuviel nachfüllt kocht die Batterie über und die Säure frisst sich überall durch – deshalb auch die Schutzbrille.

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Jetzt das Ladegerät anschließen und sich in Geduld üben. Der Prozess braucht vor allem eins – viel Zeit!

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Bei mir hat es geklappt. Der Batterie steht jetzt wieder mehr Energie zur verfügung.

Höhenverstellungshebel reparieren

Es müssen auch mal ein paar Reperaturen durchgeführt werden. Hier zeige ich wie man den Hebel der Höhenverstellung wieder ganz repariert. Dieser war dem Vorbesitzer des Fahrzeugs durch häufiges benutzen abgebrochen.

Ziemlich einfach zu erstetzen, da es nur ein Kunststoffteil ist.

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Kunststoffteil bei der Elektronischen Bucht bestellen. Schraube unten raus drehen. Dann etwas länger fummeln und schon ist es soweit.

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Installation des Elektroblock Schaudt EBL 208S + LT420

Ich installiere den Schaudt Block EBL 208S.

Der Schaudt Block ist das „Gehirn“ des Wohnmobils. Es lädt zum Beispiel die Wohnraumbatterie wenn das Gerät mit dem 230 V Netz verbunden ist. Sollte die Wohnraumbatterie voll sein, wird die Starterbatterie mit einer Erhaltungsladung von 3 A geladen.

Des weiteren kann man den gesamten Wohnraum stromlos schalten um zu verhindern das unbeabsichtigt die Wohnraumbatterie entladen wird. Man kann auch die Wasserpumpe ein und ausschalten um zu verhindern das die ganze Zeit Druck auf der Wasserleitung ist.

Zudem steuert es im fahrbetrieb ob der Kühlschrank 12 V betrieben wird oder nicht. Dabei vergleicht das Gerät ob die Wohnraumbatterie voll geladen ist oder Energie von der Lichtmaschine kommt. Somit kann der Kühlschrank während der Fahrt von der Lichtmaschine betrieben werden, wenn die Starterbatterie voll ist – sonst wird diese erst geladen und dann wird der Kühlschrank betrieben.

Soviel zu der Funktionsweise und warum ich gerade dieses Gerät einsetzte. Es erspart mir den Einbau von mehreren Relais und Schaltungen und vereint es in einem Gerät.

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Das Bedienteil LT420 wird natürlich auch eingebaut.

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Hierzu benötige ich den Schaltplan von Schaudt. Ihr könnt euch den kostenfrei bei Schaudt runterladen – daher gibt es von mir nur ein Foto.

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Ich fange von der Starterbatterie an die Kabel nach hinten in den „Wohnraum“ zu ziehen. Nach rechts unter der Abdeckung möchte ich die Kabel verlegen. Zu sehen am Foto „unter dem Text“.

Erstmal die Batterie finden die sich beim Crafter vorne in der Fahrerkabine unter den Füßen befindet.

Dann die Kabel anschließen und fest mit den Batteriepolen verbinden. Die Kabelquerschnitte entsprechen denen, die auf dem Schaltplan verzeichnet sind.

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Kabel durch den Kabelkanal in den Wohnbereich führen. Das heißt -. oben im Bild von Rechts nach Links dort wo die anderen roten Kabel verschwinden.

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Das sind die Kabel die aus der Batteriebox kommen durch den Kabelkanal schieben. Da der Kabelkanal nicht demontiert werden kann. Außer man demontiert gleichzeitig die Beifahrerbank. Also besser durchschieben die Kabel.

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Die Kabel kommen hinten an der Ladefläche unter der Handbremse, neben der Fahrersitz wieder heraus. Das Ladegerät für die Starterbatterie wurde gleich mitverlegt.

Die Pluskabel jetzt absichern, mit den in dem Schaltplan verzeichneten Größen.

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Nach dem ich auch das D+ Kabel von der Lichtmaschine gezogen habe – hier nachzulesen:

Dauerpluskabel; D+

Kann ich mit der Verkabelung anfangen.

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Ich lege auch schon die Kabel für die Innenraumbatterie obwohl ich noch keine habe. Aber die kommt noch und dann kann ich die Innenraumbatterie einfach und schnell anschließen.

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Kabel beschriften und dann einstecken! Aber ja nicht in den falschen Stecker, sonst gibt es einen kurzen und das schöne Gerät ist defekt.

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So sieht der Kabelsalat von oben aus…. daher ist eine Beschriftung auch für später sehr schön und notwendig.

Jetzt habe ich auch eine Wohnraumbatterie. Ich habe eine 12 V; 80 Ah; Gelbatterie für den Innenraum.

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Jetzt werden noch die Leitungen für das Bedienpanel eingesteckt und auf Funktion überprüft. Die Wohnraumbatterie funktioniert schon mal.

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Auch die Anzeige für die Startetbatterie geht!

Die Funtkion von dem Frisch/und Abwassertank habe ich auch überprüft indem ich die entsprechenden stellen mit einem Draht verbunden habe. Auch das geht!

Die Rückseite des Bedienteils sieht so aus:

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Ich hoffe es kann jmd. helfen. Im Bild über dem Text. Links aussen ist die Steuerleitung und die beiden rechten sind die Anzeigen für den Frisch -bzw. Abwassertank.

 

Ende.

Finden und verlegen des D+ Kabels

Was ist das D+ Kabel?

Wozu brauche ich es?

Diese Fragen stellten sich mir nachdem ich den Verschaltungsplan vom Elektroblock Schaudt EBL 208S (siehe Schaudtblock) gelesen habe. Der Witz an der Sache ist, das viele Fachleute in den Foren sagen es gibt bei neuen Autos kein D+ Kabel mehr. Naja Kontrolle ist besser als Vertrauen.

Also erst mal zur ersten Frage. Was ist ein D+ Kabel? Ein D+ Kabel heißt übersetzt Dynamokabel! Es bedeutet, dass 12 V Gleichstrom von der Lichtmaschine anliegen sobald sich die Lichtmaschine dreht. Also:

  • Motor läuft, an D+ liegen 12 V an.
  • Zündung aus, an D+ liegen keine 12 V an.
  • Zündung an, an D+ liegen keine 12 V an.
  • D+ ist NICHT Dauerplus. Dauerplus gibt es von der Batterie und hat eine andere Aufgabe.

Der Elektroblock braucht das D+ Kabel um regeln zu können wann die Innenraumbatterie von der Lichtmaschine geladen werden soll und wann nicht. Wann darf der Kühlschrank auf 12 V laufen? Nur wenn D+ anliegt, damit die Startbatterie nicht leer gegesaugt wird.

Jetzt sind alle Fragen erst einmal geklärt. Hoffe ich. Aber warum gibt es dazu einen eigenen Beitrag? Weil es verdammt schwer ist dieses Kabel zu finden. Da oft behauptet wird diese Kabel gäbe es nicht mehr, da die neuen Motorsteuerungen kein D+ mehr benötigen würden. Ja die neuen Autos brauchen kein D+ mehr, es gibt ihn aber trotzdem. Auch wenn man ein CANBUS – System hat hat die Lichtmaschine an sich ein D+ Kabel.

Von einem Kumpel habe ich diese Informationen erhalten. Es ist ein Verlaufsplan vom VW Crafter.

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Mit anderen Worten kein Problem – es ist ja auch schon eine Zweitbatterie vorbereitet. Man muss nur das bl/ws also blau weiße Kabel suchen. oder das ro/sw also rot schwarze Kabel.

Erstes Problem ich habe keine Vorbereitung für eine Zweitbatterie. Mein Kasten unter dem Fahrersitz und dem VW Crafter Bj. 2010 sieht so aus:

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Hier habe ich nun alle Kabel durchgemessen. Blau/Weiß, Schwarz/Rot, Rot, Weiß, Blau, Braun, Weiß/Blau, Rot/Schwarz. Ich habe alle Kabel durchgemessen aber sobald ich die Zündung angemacht habe, hatten alle gemessenen Kabel eine Spannung von 12 V und damit sind es keine D+ Kabel.

Auch habe ich die Kabel durchgemessen die zur Beheizung der Spiegel nötig sind. Diese hab ich am Sicherungskasten unter dem Fahrersitz durchgemessen.

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Auch hier liegt Spannung an sobald man die Zündung anschaltet.

 

Schluss endlich habe ich direkt an der Lichtmaschine gemessen – da sich kein anderes D+ Kabel finden ließ.

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Hier schön zu sehen. Es gibt ein blaues und ein weißes Kabel. Schaut man genauer hin ist das weiße Kabel ein Weiß/Blaues Kabel bzw. ein weißes Kabel mit blauem Streifen. Das ist auch das D+ Kabel!

 

Endlich gefunden. Die Verkabelung war dementsprechend aufwändig, da alles im Crafter recht verbaut ist.

 

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Als erstes habe ich das Weiß/Blaue Kabel durchtrennt. Das ist ein sehr komisches Gefühl etwas intaktes kaputt zu schneiden. Es musste aber sein. Einfach ein Kabelschuh mit Abzweig montiert und dann verbunden. Jetzt führe ich das schwarze Kabel in den Innenraum.

 

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Erstmal eine 2 Ampere Sicherung verbaut damit man abgesichert ist. So kann dann nichts passieren. Abzweigung noch mit Isolierband umwickeln, damit keinen Feuchtigkeit eindringen kann und es zu Korrosion führt.

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Wenn man im Motorraum das D+ Kabel durch den Kabelbaum geschoben hat. Kommt man hinter dem Sicherungskasten heraus, der auch das Steuergerät und die viele Relais enthält. Ich habe das D+ Kabel einfach weiter geschoben bis es unten rausgekommen ist.

 

Danach habe ich es hinter den Pedalen, Lenkrad verlegt. Es kommt jetzt unter der Mittelkonsole heraus und verläuft unter dem Gummifußboden nach hinten unter der Handbremse.

 

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Bei mir ist das D+ Kabel von der Lichtmaschine jetzt das schwarze Kabel geworden. Links ist der Sitz zu sehen und das Ladegerät für die Startbatterie. Das Kabel verläuft unter dem Gummifußboden unter der Handbremse.